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Zu den ersten Adventskalenderfunktionen gehörte das Ausschneiden und
Aufkleben von Bildern auf Kalendervorlagen, d.h. eine Kalendervorlage wurde
jeden Tag um ein Bildaspekt ergänzt bzw. vervollständigt. Die
Aufklebebilder stammten von zusätzlichen Ausschneidebögen oder auch
von (z.T. sogar eigenständig als Adventskalender nutzbaren)
Abreißkalendern.
oben: Der Adventskalender "Im Land des Christkinds" erschien ab 1908
als erster Adventskalender im Verlag Reichhold & Lang, München (als
zweiter Adventskalender überhaupt), Nummer 101, und wurde von Richard
Ernst Kepler gestaltet. Der dargestellte Kalender stammt aus der Zeit um 1920.
Er bestand aus einer Kalendervorlage mit 24 durchnummerierten
Aufklebeflächen. Auf jeder dieser Flächen war ein von Georg Lang (dem
Herausgeber) selbst verfasstes kleines Kindergedicht abgedruckt. Alternativ zu
diesem Aufklebekalender wurde ein Einklebealbum "Im Land des
Christkinds" angeboten. Die Aufklebebilder konnten entweder einem
Ausschneidebogen, oder einem Abreißkalender entnommen werden - beides
wurde angeboten. 177 x 237 mm. unten: Die Rückseite des Adventskalenders
"Im Land des Christkinds" - mit Werbung für andere
Adventskalenderangebote des Verlags. Zusätzlich waren auf dieser
Rückseite alle Gedichte Langs (die ja mit der Zeit auf der Vorderseite
überklebt wurden) aufgeführt.
links: Der Adventskalender "Die Krippe" erschien um 1925 im Verlag
Reichhold & Lang, München und wurde von Richard Ernst Kepler
gestaltet. Der Kalender besteht aus der Kalendervorlage und einem
Abreißkalender mit den Aufklebebildern, der fest auf der Vorlage
angebracht ist. Die Konturen der aufzuklebenden Bilder sind an den
entsprechenden Stellen der Vorlage vorgezeichnet und markieren hierdurch diese
Stellen als Aufklebeflächen. In dem dargestellten Adventskalender wurden
alle Bilder eingeklebt. 287 x 220 mm.
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